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Health

Neue PrEP-Richtlinien der GGD machen Medikamente für mehr Menschen zugänglich

Die GGD macht PrEP durch gelockerte Richtlinien zugänglicher. Mehr Menschen bekommen jetzt kostenlose PrEP durch individuelle Risikobewertung.

RainbowNews Redaktion17. April 20263 Min. Lesezeit
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Die GGD lockert die Regeln für PrEP. Das ist ein Medikament gegen HIV-Infektionen. Mehr Menschen bekommen jetzt kostenlose PrEP.

PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Es ist eine tägliche Pille gegen HIV. Die Wirksamkeit liegt bei 99 Prozent. Das Medikament ist wichtig für Menschen mit hohem HIV-Risiko.

Bisher waren die Regeln für kostenlose PrEP streng. Menschen mussten bestimmte Kriterien erfüllen. Die neuen Richtlinien ermöglichen PrEP für mehr Gruppen.

Was genau ändert sich?

Die GGD ist jetzt flexibler bei Risikogruppen. Vorher musste man genau in eine Kategorie passen. Jetzt berücksichtigt die GGD die individuelle Situation.

Auch transgender Menschen bekommen mehr Aufmerksamkeit. Ihre spezifischen Risiken werden besser erkannt. Das gilt besonders für transgender Frauen. Sie haben statistisch höheres HIV-Risiko.

Menschen können jetzt leichter zwischen PrEP-Formen wechseln. Einige nehmen PrEP nur bei risikoreichen Zeiten. Andere nutzen es das ganze Jahr über.

Für wen ist PrEP gedacht?

PrEP ist nützlich für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko. Das sind Männer, die Sex ohne Kondome haben. PrEP hilft auch bei HIV-positiven Partnern.

Transgender Menschen haben auch erhöhtes Risiko. Das liegt an Diskriminierung im Gesundheitswesen. Das begrenzt manchmal den Zugang zu Kondomen.

Sexarbeiter bilden eine wichtige Gruppe. Ihre Arbeit erhöht das HIV-Infektionsrisiko. PrEP bietet zusätzlichen Schutz neben Kondomen.

Wie funktioniert PrEP?

PrEP enthält zwei Wirkstoffe: Tenofovir und Emtricitabin. Diese blockieren das HIV-Virus vor der Vermehrung. Das Medikament muss regelmäßig verwendet werden.

Es gibt zwei PrEP-Verwendungsarten. Die meisten nehmen täglich eine Pille. Das heißt kontinuierliche PrEP. Andere nutzen PrEP nur bei risikoreichen Momenten. Das heißt ereignisgesteuerte PrEP.

Ereignisgesteuerte PrEP ist nur für Männer geeignet. Für andere Gruppen empfiehlt sich tägliche Einnahme. Das bietet den besten Schutz.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die meisten Menschen vertragen PrEP gut. Einige erleben anfangs leichte Nebenwirkungen. Das sind Übelkeit, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Diese Beschwerden verschwinden normalerweise nach Wochen.

Bei längerer Anwendung können Nieren und Knochen betroffen sein. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Die GGD prüft Blut und Nieren alle drei Monate.

Auch HIV und andere STIs werden alle drei Monate getestet. PrEP schützt nur vor HIV. Für andere STIs bleibt Kondombenutzung wichtig.

Wie bekommt man PrEP?

PrEP ist kostenlos über die GGD erhältlich. Zuerst braucht man ein Aufnahmegespräch. Das überprüft, ob PrEP passt.

PrEP ist auch über den Arzt erhältlich. Dann muss man das Medikament selbst bezahlen. Die Kosten liegen bei etwa 50 Euro monatlich. Manche Krankenkassen erstatten teilweise.

Man kann PrEP auch online kaufen. Das wird aber nicht empfohlen. Ohne ärztliche Überwachung fehlen wichtige Kontrollen. Man kann auch nicht sicher sein, ob das Medikament echt ist.

Warum sind die neuen Richtlinien wichtig?

Die Niederlande wollen bis 2030 keine neuen HIV-Infektionen. PrEP spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mehr PrEP-Zugang bedeutet weniger Neuinfektionen.

Die gelockerten Richtlinien helfen besonders vulnerable Gruppen. Menschen, die vorher PrEP nicht bekamen, haben jetzt Chancen. Das kann die HIV-Neuinfektionen weiter senken.

Das RIVM überwacht die neuen Richtlinien genau. Sie können sehen, ob die Ziele erreicht werden.

RR

RainbowNews Redaktion

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