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Crime

Grindr-Falle in Moselle: Sechs junge Männer wegen Gewalt verurteilt

Sechs junge Männer wurden verurteilt, weil sie schwule Männer über Grindr in Sarreguemines in Fallen lockten. Das Gericht erkannte die homophobe Natur der Angriffe nicht an. Das empört LGBTQ+-Verbände.

RainbowNews Editorial25. Juli 2026 — Frankrijk3 Min. Lesezeit
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In Sarreguemines in der Moselle wurden sechs junge Männer verurteilt. Sie hatten Fallen gegen schwule Männer auf Grindr organisiert. Die Taten ereigneten sich zwischen Juli und Ende Oktober 2025.

Die Vorgehensweise war immer gleich. Die Angeklagten vereinbarten Treffen auf Grindr. Die Opfer dachten, jemanden Wohlwollendes zu treffen. Bei ihrer Ankunft wurden sie von mehreren Personen umzingelt. Dann wurden sie geschlagen und beraubt.

Mindestens mehrere schwule Männer wurden Opfer dieser Angriffe. Diese Männer wurden gezielt ausgewählt, weil sie eine LGBTQ+-Dating-App nutzten. Sie waren daher in solchen Situationen besonders verwundbar.

Das Gericht verhängte Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis. Die sechs Verurteilten wurden der Gewalt und schweren Raube schuldig befunden. Das homophobe Motiv wurde von den Richtern jedoch nicht anerkannt. Diese Entscheidung löste heftige Reaktionen in der LGBTQ+-Gemeinde aus.

Viele Verbände sehen darin einen schwerwiegenden Fehler. Diese Opfer wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgewählt. Das homophobe Motiv zu ignorieren, bedeutet, die Realität von Anti-LGBTQ+-Gewalt in Frankreich zu verharmlosen.

Diese Art von Angriffen über Dating-Apps nimmt zu. Verbände warnen regelmäßig vor diesen Gefahren. Sie raten Nutzern zur Vorsicht. Die genaue Adresse sollte nicht zu schnell geteilt werden. Ein öffentlicher Ort ist besser für das erste Treffen.

Dieser Fall zeigt, dass LGBTQ+-Personen Ziele bleiben. Auch 2025 werden sie organisiert und gezielt angegriffen. Die fehlende Anerkennung des homophoben Motivs ist entscheidend. Sie stellt die echte justizielle Schutzfrage für LGBTQ+-Opfer in Frankreich.

Lokale und nationale Verbände verfolgen diesen Fall weiterhin genau. Sie fordern bessere Schulung der Richter zu Hassstraftaten. Der Kampf gegen LGBTQ+-Feindlichkeit braucht eine Justiz, die das klar anerkennt.

RE

RainbowNews Editorial

Redakteur

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