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Crime

Uganda: Zwei Frauen wegen lesbischem Kuss entgehen Gerichtsverfahren

In Uganda wurden zwei Frauen wegen eines öffentlichen Kusses freigesprochen. Die Angst vor Verfolgung bleibt für LGBTQ+-Personen im Land jedoch bestehen.

RainbowNews Editorial20. Juli 2026 — Oeganda3 Min. Lesezeit
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Im Februar 2025 wurden zwei Frauen in Uganda verhaftet. Sie hießen Wendy und Diana. Die Polizei nahm sie in Arua fest, im Norden des Landes.

Ihr angebliches Verbrechen? Sie hatten sich öffentlich geküsst. Die Behörden verhafteten sie nach Ugandas Homosexuellengesetz. Dieses Gesetz gehört zu den strengsten weltweit. Es bedroht homosexuelle Beziehungen mit langen Haftstrafen.

Am 17. Juli 2025 kam gute Nachricht. Die ugandische Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Die beiden Frauen müssen nicht vor Gericht. Sie riskieren keine Verurteilung für diesen Kuss.

Doch Freiheit bedeutet nicht automatisch Sicherheit. LGBTQ+-Organisationen bleiben sehr besorgt. Sie betonen: Die Angst ist nicht verschwunden. Wendy und Diana erlebten traumatische Wochen in Haft. Viele LGBTQ+-Personen in Uganda leben in täglicher Angst.

Ugandas Homosexuellengesetz wurde 2023 verabschiedet. Es löste weltweite Verurteilungen aus. Regierungen, NGOs und Menschenrechtsorganisationen kritisierten dieses Gesetz scharf. Die USA verhängten sogar Wirtschaftssanktionen gegen Uganda.

Trotz des internationalen Drucks wich die Regierung nicht zurück. Präsident Yoweri Museveni verteidigt das Gesetz entschlossen. Er behauptet, es spiegele kulturelle und religiöse Werte wider.

Vor Ort sind die Folgen gravierend. LGBTQ+-Personen werden verhaftet, belästigt und angegriffen. Manche fliehen ins Ausland. Lokale Organisationen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Ihre Aktivisten riskieren täglich ihr Leben.

Der Fall Wendy und Diana zeigt eine brutale Realität. Ein einfacher Kuss kann in Uganda ins Gefängnis führen. Auch wenn Vorwürfe fallen gelassen werden: Das Trauma bleibt. Das Gesetz gilt weiterhin.

Menschenrechtsverteidiger fordern die Weltgemeinschaft auf, Druck auf Kampala zu erhöhen. Sie verlangen vollständige Abschaffung dieses diskriminierenden und gefährlichen Gesetzes.

RE

RainbowNews Editorial

Redakteur

Teil des RainbowNews-Redaktionsteams.

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