Roman 'Work to Do' zeigt das Drama hinter der Supermarktkassiererin
Jules Wernersbach's Debütroman 'Work to Do' konzentriert sich auf einen schwulen Unternehmer, der einen Supermarkt führt. Das Buch verwebt Geschichten über Unternehmertum, Umwelt und Klassenunterschiede zu einem fesselnden Ganzen.
Jules Wernersbach's Debüt 'Work to Do' bietet einen seltenen Blick hinter die Kulissen queerer Unternehmertätigkeit. Das Buch folgt einem schwulen Unternehmer, der einen Supermarkt im amerikanischen Mittleren Westen führt. Wernersbach schreibt energisch und versteht die alltäglichen Spannungen dieser Welt.
Der Roman geht über reine Geschäftsführung hinaus. Wernersbach behandelt auch Klimawandel und Klassenunterschiede. Die Hauptfigur ringt mit ihrer Rolle: erfolgreicher Unternehmer und verletzliche LGBTQ+ Person. Diese doppelte Rolle gibt der Geschichte Tiefe. Der Supermarkt wird zur Bühne, wo diese Gefühle aufeinanderprallen.
Besonders ist: Das Buch sieht Unternehmertum nicht als rein positiv. Der Autor zeigt, wie Wachstum und Gewinn mit Werten wie Nachhaltigkeit und fairer Behandlung von Mitarbeitern kollidieren können. Die Angestellten im Geschäft haben eigene Träume und Sorgen. Sie sind keine Statisten, sondern vollwertige Charaktere mit Geschichten.
'Work to Do' unterscheidet sich von viel zeitgenössischer queerer Prosa dadurch, dass die Identität gerade nicht zentral ist. Es geht um Arbeit, Geld und Schulden. Dass der Besitzer schwul ist, steht nicht im Fokus—es ist einfach Teil von wer er ist. Für Leser, die mehr als typische Queer-Themen mögen, ist das Buch zu empfehlen.