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Wie Muskelfotos schwule Männer in den 1950er Jahren verbanden

In den 1950er Jahren waren 'Physique Magazine' für viele schwule Männer weit mehr als Sportmagazine. Sie boten Verbindung und Gemeinschaft in einer Zeit, in der sich Schwule verstecken mussten.

RainbowNews Redaktion6. April 2026 — International3 Min. Lesezeit
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In den 1950er Jahren verkauften sogenannte 'Physique Magazine' weit mehr als nur attraktive Fotos. Für viele isolierte schwule Männer waren diese Zeitschriften ein wichtiger Kontaktpunkt. Sie boten Verbindung in einer Zeit großer Einsamkeit.

Die Magazine zeigten muskulöse Männer in Badehosen oder Sportkleidung. Formell waren es Sportmagazine über Fitness und Bodybuilding. Aber für schwule Leser bedeuteten sie vor allem eins: andere Männer wie sich selbst sehen. In einer Zeit der Geheimhaltung waren diese Blätter eine vorsichtige Form von Gemeinschaft.

Viele Verlage nutzten die männliche Form bewusst. Sie bauten Netzwerke rund um die Magazine auf. Abonnenten konnten sich über Leserbriefrubriken finden. Fotografen wie Bob Mizer und Chuck Renslow wurden lokale Berühmtheiten in der schwulen Gemeinde. Ihre Werke wurden wie Schätze bewahrt und weitergegeben.

Juristen und Zensoren tolerierten diese Magazine, weil sie technisch gesehen von Sport handelten. Diese Regelungslücke ermöglichte es Schwulen, sich zu erreichen. Dies geschah ohne direkte Verfolgung. Erst in den 1960er und 1970er Jahren, nach Stonewall, wagten sich schwule Magazine offener ins Rampenlicht.

Diese Magazine zeigen, wie schwule Männer in schwierigen Zeiten ihre eigenen Wege fanden. Sie sind ein wichtiger, lange verborgener Teil der Schwulengeschichte.

RR

RainbowNews Redaktion

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