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Culture

Drei queere Bücher über Lesen, Kanon und Weitergabe

Ein neuer queerer Leseguide und zwei Klassiker über Literatur und Selbst — drei Bücher, die fragen, was Geschichten mit uns tun.

RainbowNews Redactie16. Juni 2026 — International3 Min. Lesezeit
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Warum diese drei Bücher zusammenpassen

Ein neuer Leseguide zur queeren Literatur ist gerade erschienen. Das ist der richtige Moment innezuhalten. Was bedeutet es, eine Leseliste zu erstellen? Was geben uns Bücher — und wer entscheidet, welche zählen? Diese drei Werke nähern sich anders an. Eines ist neu und praktisch. Zwei sind älter und fesselnd. Zusammen argumentieren sie überzeugend für bewusstes Lesen.

Drei Bücher, drei Sichtweisen auf Literatur

The Queer Bookshelf — Layla McCay (2025, Particular Books)

Die Londoner Autorin Layla McCay kartographierte queere Literatur. Kein Algorithmus. Keine Bestsellerliste. Eine Leserperspektive auf einen queeren Kanon. Das Buch behandelt berühmte und vergessene Titel. Es deutet auch auf zukünftige Klassiker hin. McCay schreibt warm und neugierig. Sie predigt nicht. Sie empfiehlt. Die Struktur ist praktisch: nach Thema und Stimmung geordnet. Das ermöglicht einfache Navigation. Man kann hineinblättern. Man kann einem Faden folgen. Es gibt noch keine Übersetzung. Die englische Ausgabe ist überall erhältlich. Das ist der beste Einstiegspunkt, um queere Literatur zu entdecken. Es eignet sich auch hervorragend als Geschenk.

The Ongoing Moment — Geoff Dyer (2005, Pantheon Books)

Geoff Dyer ist kein queerer Autor im engeren Sinne. Aber dieses Buch gehört hierher. Es ist eine Essaysammlung über Fotografie. Dyer zeigt, wie bestimmte Bilder sich über Jahrzehnte wiederholen. Er argumentiert, dass Fotografien über Zeit hinweg miteinander kommunizieren. Das Gleiche gilt für queeres Schreiben. Seine Methode ist großzügig und abschweifend. Das Ergebnis liest sich wie gutes Gespräch. Eine Übersetzung existiert nicht. Das ist für Leser, die über Form nachdenken — und Kritik als Literatur genießen.

How to Suppress Women's Writing — Joanna Russ (1983, University of Texas Press)

Joanna Russ war Science-Fiction-Autorin und feministische Kritikerin. Dieses kurze Buch erklärt scharf, wie Kanons entstehen — und wer ausgeschlossen wird. Sie listet die Mechanismen auf. Das Buch ist fast vierzig Jahre alt. Es ist nicht veraltet. Russ schreibt mit kontrolliertem Zorn und trockener Präzision. Es behandelt nicht spezifisch queeres Schreiben, ist aber unverzichtbar. Das ist ein kurzes Buch, das deine Sicht verändert — und wie du über Ungelesenes denkst.

Was diese drei Bücher vereint

McCay, Dyer und Russ sind nicht offensichtlich miteinander verbunden. Einer schreibt einen Leseguide, einer über Fotografie, einer über Auslöschung. Aber sie kreisen um dasselbe Problem. Wie entscheiden wir, was wichtig ist? Wie werden Geschichten weitergegeben — oder nicht? McCay zeigt, was ein überlegter Leser aufbauen kann. Russ zeigt, wie systematische Vernachlässigung aussieht. Dyer zeigt, wie Bilder und Ideen über die Zeit widerhallen.

Wenn du über das Lesen und Warum nachdenkst, lohnen sich alle drei. Wenn du neu in queerer Literatur bist, beginne mit McCay. Wenn du bereits eine lange Liste hast, stelle Russ obenan. Für Leser, die indirekte Kritik mögen, ist Dyer die richtige Wahl.

Für mehr Kontext zu queeren Büchern über die dunkleren Seiten, lese auch Three Queer Books About Horror, Identity, and the Body. Und wenn dich Geschichten interessieren, wo Persönliches und Politisches kollidieren, siehe auch Three Queer Books About Home, Belonging, and Leaving.

RR

RainbowNews Redactie

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