Kanadisches Alterslimit für soziale Medien schadet Transgender-Personen
Kanada will soziale Medien für Minderjährige verbieten. Aber Altersverifikation mit Gesichtserkennung schadet Transgender-Personen.
Kanada erwägt ein Alterslimit für soziale Medienplattformen einzuführen. Der Plan würde Nutzer unter 16 Jahren blockieren. TikTok und Instagram wären betroffen. Aber Befürworter von Transgender-Rechten warnen vor unbeabsichtigten Folgen.
Das größte Problem: Altersverifikation. Die Regierung möchte Gesichtserkennung und amtliche Ausweise nutzen. Für viele Transgender- und queere Menschen ist das ein Hindernis. Sie wollen ihre wahre Identität nicht öffentlich offenbaren. Oder ihre offiziellen Dokumente passen nicht zu ihrer Geschlechtsidentität. Das kann zu Diskriminierung oder Datenschutzproblemen führen.
Gegner des Plans sagen: Es schadet gefährdeten Gruppen. Trans-Jugendliche nutzen soziale Medien zur Unterstützung. Ein Verbot würde sie isolieren. Erwachsene Trans-Personen fürchten auch Datenschutzprobleme. Ausweischecks könnten sie von Plattformen ausschließen.
Das kanadische Parlament diskutiert den Vorschlag noch immer. Datenschutzorganisationen und LGBTQ+-Gruppen mahnen zur Vorsicht. Sie fordern Altersverifikation ohne Gesichtserkennung oder Ausweiscans. Eine Kompromisslösung muss möglich sein, sagen sie.