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Politics

Entlassene Bibliotheksdirektorin: 'Ich würde es wiedertun'

Eine entlassene Bibliotheksdirektorin aus Tennessee weigert sich zu bereuen. Sie sieht ihre Entlassung als Beweis, dass öffentliche Institutionen zunehmend in politische Kämpfe verwickelt werden.

RainbowNews Redaktion6. April 2026 — International3 Min. Lesezeit
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Eine Bibliotheksdirektorin aus Tennessee wurde diese Woche entlassen. Sie weigerte sich, LGBTQ+-Bücher aus der Kinderabteilung zu verschieben. Luanne James steht vollständig hinter ihrer Entscheidung. Sie sieht ihre Entlassung als Teil eines größeren Problems: Öffentliche Institutionen werden immer häufiger in politische Debatten verwickelt.

James war erst acht Monate Direktorin der Bibliothek in Rutherford County. Dann kündigte der Bibliotheksrat ihre Entlassung an. Das Gremium wollte, dass sie 132 LGBTQ+-Bücher in die Erwachsenensektion verschiebt. Nach Ansicht der Ratsmitglieder waren diese Titel nicht für jüngere Leser geeignet. Aber James sah das anders. 'Es ging nicht um Regale. Es ging um meine professionelle Verantwortung als Bibliothekarín,' sagte sie in einem Interview.

In fünfundzwanzig Jahren als Bibliothekarin hat James dies noch nie erlebt. 'Das passiert erst seit der Coronapandemie. Ich bin überzeugt, dass Politiker Bibliotheken für ihre Zwecke missbrauchen,' erzählt sie. 'Das war nicht mein Grund, Bibliothekarin zu werden.' Der Konflikt in Tennessee folgt einem nationalen Muster. Öffentliche Bibliotheken in Amerika werden zunehmend zum Schauplatz von Diskussionen über LGBTQ+-Repräsentation und Lesestoff für Kinder.

RR

RainbowNews Redaktion

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