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EU fordert Verbot von Konversionstherapien, überlässt Entscheidung den Ländern

Die Europäische Kommission verurteilt Konversionstherapien, sagt aber, dass sie selbst kein Verbot erlassen kann. Sie fordert die Mitgliedstaaten auf, selbst tätig zu werden.

RainbowNews Editorial15. Mai 2026 — International3 Min. Lesezeit
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Die Europäische Kommission hat auf eine Bürgerinitiative reagiert. Diese Initiative forderte ein europäisches Verbot von Konversionstherapien. Das sind Praktiken, die Menschen von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität 'heilen' sollen.

Die Kommission äußert sich deutlich zu dieser Frage. Konversionstherapien sind keine echten Therapien. Sie sind schädlich und gefährlich für LGBTQ+-Menschen. Die Kommission verurteilt diese Praktiken vollständig.

Doch die Kommission sagt, dass sie selbst kein Verbot erlassen kann. Sie meint, dass sie dies auf europäischer Ebene nicht 'wirksam' tun kann. Das Verbot solcher Praktiken ist ihrer Meinung nach Aufgabe der Mitgliedstaaten selbst.

Diese Antwort enttäuscht viele LGBTQ+-Aktivisten. Sie hofften auf ein klares europäisches Gesetz. Ein solches Gesetz würde alle Länder gleichzeitig schützen. Jetzt hängt der Schutz von jedem Land einzeln ab.

Die Kommission verspricht aber, Druck auf die Mitgliedstaaten auszuüben. Sie möchte sie ermutigen, nationale Verbote einzuführen. Sie wird dieses Thema in Gesprächen mit Regierungen weiter ansprechen.

Derzeit haben nur wenige EU-Länder ein Verbot von Konversionstherapien. In vielen Ländern sind diese Praktiken noch immer legal. LGBTQ+-Organisationen sorgen sich um Jugendliche. Sie sind oft am anfälligsten für diese schädlichen Methoden.

Wissenschaftler und Ärzte sind sich einig. Konversionstherapien funktionieren nicht. Sie verursachen schwere psychische Schäden. Depression, Angst und Selbstmord treten bei Opfern häufiger auf.

Die Bürgerinitiative sammelte Hunderttausende Unterschriften. Das zeigt, dass viele Europäer ein Verbot wollen. Der Druck auf Politiker bleibt also groß.

LGBTQ+-Organisationen setzen ihren Kampf fort. Sie bleiben Lobbyisten für ein europäisches Verbot. Sie hoffen, dass die Kommission in Zukunft mehr unternimmt. Denn für viele LGBTQ+-Menschen ist dies keine politische Frage. Es geht um Sicherheit und Menschenwürde.

RE

RainbowNews Editorial

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