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Politics

Mehr als fünfzig Personen bei Istanbul Pride verhaftet

Die türkische Polizei verhaftete mehr als fünfzig Personen während der Istanbul Pride. Ein Schwulenbar wurde zudem dieses Wochenende von den Behörden geschlossen.

RainbowNews Editorial30. Juni 2026 — Turkije3 Min. Lesezeit
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Am Wochenende war die Istanbuler Stolzparade von vielen Verhaftungen geprägt. Die türkische Polizei nahm mehr als fünfzig Personen fest. Darunter befand sich auch eine professionelle Journalistin.

Die türkischen Behörden hatten die Pride bereits vor Beginn untersagt. Dies ist seit 2015 Gewohnheit. Jedes Jahr verweigert die Regierung die Genehmigung.

Eine Bar in der schwulen Community wurde ebenfalls geschlossen. Die Behörden nutzten ein administratives Verfahren dazu. Die Schließung passt in ein Klima zunehmender Unterdrückung.

Präsident Erdogan hat die LGBTQ+-Gemeinschaft oft in seinen Reden angegriffen. Seine Regierung betrachtet diese Demonstrationen als widersprechend zu türkischen Werten. Menschenrechtsaktivisten lehnen diese Position ab.

Trotz Verbot versuchten Aktivisten, sich in Istanbuls Straßen zu versammeln. Die Polizei intervenierte schnell und zerstreute die Teilnehmenden. Manche Menschen wurden bereits bei ihrer Ankunft verhaftet.

Internationale LGBTQ+-Organisationen reagierten mit Empörung. Sie fordern die sofortige Freilassung aller verhafteten Personen. Sie betonen, dass Versammlungsfreiheit ein Grundrecht ist.

Die Lage der LGBTQ+-Gemeinschaft in der Türkei verschärft sich seit Jahren. Diskriminierungen und Gewalt werden häufiger. Viele Aktivisten fürchten sich vor Vergeltungsmaßnahmen.

Die Istanbul Pride hatte lange Zeit eine positive Geschichte. Sie zog vor 2015 Zehntausende an. Heute wird jeder Demonstrationsversuch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Situation genau. Stimmen aus Europa erheben sich gegen diese Verhaftungen. Der diplomatische Druck bleibt nach Ansicht lokaler Verbände unzureichend.

RE

RainbowNews Editorial

Redakteur

Teil des RainbowNews-Redaktionsteams.

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