Pfarrerin wegen homosexueller Identität aus Podcast entfernt
Eine amerikanische Pfarrerin wurde in letzter Minute aus einem christlichen Podcast entfernt, weil sie offen homosexuell ist. Die Macher hatten ihre Identität offenbar nicht überprüft, bevor sie sie einluden.
Eine amerikanische Pfarrerin wurde in letzter Minute aus einem christlichen Podcast entfernt, weil sie offen homosexuell ist. Anne-Marie war bereits bereit, live zu gehen. Zehn Minuten vor Beginn erhielt sie eine Nachricht: Das Interview wurde abgesagt.
Die Macher des Podcasts 'Living My Faith' boten an, sie in ein anderes Programm einzuladen. Sie gaben zu, dass das Thema LGBTQ+ für sie 'sensibel' ist. Anne-Marie ist eine ordinierte Pfarrerin mit Yale-Diplom. Sie outete sich mit 52 Jahren nach einer langen Ehe. Sie hilft Frauen, die später in ihrem Leben entdecken, dass sie homo, bi oder trans sind.
Das Problem: Die Podcast-Macher hätten sie einfach googeln können. In dreißig Sekunden hätten sie sehen können, wen sie einladen. Sie akzeptierten sie zwar, führten aber offenbar keine Grundüberprüfung durch. Anne-Marie stellt die Frage: Was ist schlimmer – nicht überprüfen, wen man einlädt, oder überprüfen und sie trotzdem einladen, um dann doch zurückzuziehen?
Dieser Fall zeigt, wie progressive Rhetorik und konservative Praxis aufeinanderprallen. Viele konservative Religionsgruppen sagen gerne, dass sie inklusiv sind. Aber sobald es wirklich zur Sache kommt, meinen sie das offenbar nicht ernst. Anne-Marie verliert eine Plattform, auf der sie wichtige Arbeit hätte leisten können: zeigen, dass homosexuell und gläubig kein Gegensatz sein müssen.