Russland plant Gesetz zur Bestrafung von Kritikern im Exil
Russland will Bürger bestrafen, die vom Ausland kritisieren. Dieses neue Gesetz betrifft viele LGBTQ+-Menschen und Aktivisten, die Russland verließen.
Russland plant ein hartes neues Gesetz. Es zielt auf Russen im Exil ab, die sich kritisch äußern.
Am 26. Mai wird die Staatsduma diesen Gesetzentwurf prüfen. Das Gesetz heißt 'Über Untersuchung ausländischer Einmischung'. Diese zielt auf Russlands innere Angelegenheiten ab.
Eine parlamentarische Kommission erarbeitete das Gesetz. Es listet viele strafbare Handlungen auf. Dazu gehört die Kritik am russischen Heer. Auch Arbeit mit 'unerwünschten' Organisationen ist verboten. Sanktionen gegen Russland zu fordern ist ebenfalls strafbar.
Verurteilte Menschen verlieren viele Bürgerrechte. Menschenrechtsgruppen nennen dies 'bürgerlichen Tod'. Das bedeutet, eine Person verliert ihren sozialen Status.
Das Gesetz betrifft besonders LGBTQ+-Menschen. Viele queere Russen sind geflohen. Sie verließen das Land wegen anti-homosexueller Gesetze. Russland verbot 'LGBTQ+-Propaganda' 2013. 2023 stufte Russland die 'LGBTQ+-Bewegung' als extremistisch ein.
Viele queere Russen leben jetzt in Deutschland, den Niederlanden oder Georgien. Von dort sprechen sie über Menschenrechte. Unter diesem Gesetz könnten sie verfolgt werden.
Aktivisten sind sehr besorgt. Das Gesetz könnte LGBTQ+-Stimmen im Ausland zum Schweigen bringen. Es könnte auch Hilfe für queere Russen stoppen.
Das Gesetz nutzt vage und breite Formulierungen. 'Handlungen gegen Russlands Interessen' können vieles bedeuten. Kritiker sagen, das ist Absicht. So kann die Regierung jeden ins Visier nehmen.
Human Rights Watch warnte vor diesem Gesetz. Es ist Teil eines größeren Musters. Russland erhöht den Druck auf Dissidenten und Minderheiten. Das betrifft Journalisten, Oppositionspolitiker und LGBTQ+-Aktivisten.
Die internationale LGBTQ+-Gemeinschaft beobachtet dies genau. Viele Organisationen planen Stellungnahmen. Sie sagen, die Welt muss queere Russen schützen.
