Zondag 13 september 2026 — Editie #13
GlobalRainbowNews

The global platform for LGBTQ+ news, analysis and stories. Independent and inclusive.

NederlandsGlobalDeutschFrançaisEspañol
Politics

Russland verhängt Geldstrafe gegen Booking.com wegen LGBTQ+-Erwähnung

Russland hat Booking.com bestraft. Die Plattform erwähnte LGBTQ+-Touristen in einem Newsletter. Die Strafe betrifft Verstöße gegen Russlands strikte Anti-LGBTQ+-Propagandagesetze.

RainbowNews Editorial13. September 2026 — Rusland3 Min. Lesezeit
···

Russland hat die Reiseplattform Booking.com mit einer Geldstrafe belegt. Der Grund ist ein Verstoß gegen Russlands sogenannte "LGBT-Propagandagesetze".

Booking.com verschickte einen Newsletter an Hotels in Russland. Der Newsletter erwähnte LGBTQ+-Touristen. Russische Behörden sagten, dies verstoße gegen ihre Propagandagesetze. Diese Gesetze verbieten positive oder neutrale Erwähnungen von LGBTQ+-Personen in der öffentlichen Kommunikation.

Russland führte sein Anti-LGBTQ+-Propagandagesetz 2013 ein. Zunächst galt das Gesetz nur für inhalte für Minderjährige. 2023 erweiterte Russland das Gesetz erheblich. Es gilt jetzt für alle Altersgruppen. Dies macht die Geschäftstätigkeit in Russland deutlich schwieriger.

Booking.com ist eine große globale Reisewebsite. Sie hilft Millionen Menschen, Hotels zu buchen. Das Unternehmen ist für inklusive Reisen bekannt. Es hebt oft LGBTQ+-freundliche Ziele hervor. Dies macht es zum Ziel unter Russlands strengen Gesetzen.

Der genaue Bußgeldbetrag wurde nicht offiziell bestätigt. Jedoch haben russische Gerichte bereits andere Unternehmen ähnlich bestraft. Diese Geldstrafen sind Teil eines umfassenden Vorgehens.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren Russlands Propagandagesetze stark. Sie sagen, diese Gesetze werden zur Unterdrückung von LGBTQ+-Personen genutzt. Die Gesetze gefährden auch LGBTQ+-Touristen in Russland. Internationale Gruppen fordern Unternehmen auf, Stellung zu nehmen.

Dieser Fall gehört zu einem wachsenden Trend. Russland zielt zunehmend auf ausländische Unternehmen ab. Unternehmen wie Google und Meta wurden auch bestraft. Diese Geldstrafen betreffen oft als illegal eingestufte Inhalte.

LGBTQ+-Gruppen sagen, die Strafe sendet eine gefährliche Botschaft. Sie sagt Unternehmen, LGBTQ+-Personen zu ignorieren. Dies kann zur Selbstzensur bei Unternehmen führen.

Die Situation in Russland verschärft sich für LGBTQ+-Personen. Aktivisten im Land werden verhaftet und belästigt. Viele sind nach anderen Ländern geflohen.

RE

RainbowNews Editorial

Redakteur

Teil des RainbowNews-Redaktionsteams.

Meer van deze auteur →

Mehr in Politiek