Santiagos Pride-Marsch wird zur Protestaktion gegen Chiles Präsidenten
Tausende marschierten in Santiagos Pride-Parade und protestierten gegen Präsident José Antonio Kast. LGBTQ+-Aktivisten fürchten Rückschritte bei hart erkämpften Rechten.
In Chile wurde der jährliche Pride-Marsch in Santiago zu mehr als einer Feier. Tausende LGBTQ+-Menschen und Unterstützer gingen auf die Straße. Sie nutzten den Marsch auch, um gegen den neuen Präsidenten José Antonio Kast zu protestieren.
José Antonio Kast übernahm sein Amt im März. Er ist für konservative und rechtsgerichtete Ansichten bekannt. Viele LGBTQ+-Menschen in Chile sorgen sich um ihre Rechte. Sie fürchten, dass Kasts Regierung LGBTQ+-Schutzmaßnahmen abbauen wird.
Während des Marsches trugen Teilnehmer Schilder und Banner. Viele Schilder richteten sich gegen Präsident Kast. Die Menschenmenge war groß und die Atmosphäre energiegeladen. Menschen skandierten Parolen für LGBTQ+-Gleichberechtigung. Sie forderten die Regierung auf, ihre Rechte zu schützen.
Chile hat bei LGBTQ+-Rechten in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Gleichgeschlechtliche zivile Partnerschaften sind seit 2015 legal. Vollständige Ehe-Gleichberechtigung ist jedoch noch nicht erreicht. Viele Aktivisten wünschen sich weitere Fortschritte der neuen Regierung. Stattdessen befürchten sie Rückschritte unter Kasts Führung.
LGBTQ+-Organisationen in Chile äußerten vor dem Marsch Bedenken. Sie warnten, dass Kasts Politik der Gemeinschaft schaden könnte. Seine bisherigen Aussagen kritisierten gleichgeschlechtliche Ehe und Adoptionsrechte. Dies hat viele in der Gemeinschaft verunsichert und unvertreten gefühlt.
Der Santiago Pride-Marsch findet jedes Jahr statt. Er ist eines der größten LGBTQ+-Events in Lateinamerika. In diesem Jahr verlieh der politische Kontext dem Event zusätzliche Bedeutung. Teilnehmer sagten, sie wollten der Regierung eine klare Botschaft senden. Sie forderten Respekt, Gleichberechtigung und rechtlichen Schutz.
Internationale LGBTQ+-Gruppen verfolgten den Marsch aufmerksam. Sie zeigten Solidarität mit chilenischen Aktivisten. Menschenrechtsorganisationen forderten Kasts Regierung auf, LGBTQ+-Rechte zu wahren. Sie erinnerten die Regierung an Chiles internationale Menschenrechtsverpflichtungen.
Der Marsch endete friedlich. Organisatoren nannten ihn einen Erfolg. Die starke Teilnehmerzahl zeige, dass Chiles LGBTQ+-Gemeinschaft sichtbar und vereint ist. Aktivisten versprachen, weiter für gleiche Rechte zu kämpfen.
