West Hollywood Vorreiter mit neuen Familiengesetzen
West Hollywood erkennt nun auch anders zusammengesetzte Familien an. Kalifornien muss schnell folgen, um Diskriminierung gegen LGBTQ+-Familien zu bekämpfen.
West Hollywood macht Vorreiter: Die Stadt erkennt nun auch Familien an, die nicht in das traditionelle Bild passen. Nicht mehr nur Mutter, Vater und zwei leibliche Kinder—die Realität sieht völlig anders aus. Weniger als 18 Prozent amerikanischer Haushalte passen in dieses klassische Muster, doch unsere Gesetze basieren noch immer darauf.
In West Hollywood bauen LGBTQ+-Bewohner, darunter bi-, trans- und nicht-binäre Menschen, sogenannte gewählte Familien auf. Das sind echte Familien ohne offizielle Anerkennung. Das muss sich ändern. Die Stadt hat nun zwei historische Schritte unternommen, um dies zu beheben. Kalifornien hat schon viel für LGBTQ+-Rechte getan—2004 vergab Bürgermeister Gavin Newsom bereits Heiratsurkunden an homosexuelle Paare. Jetzt geht es um Familien außerhalb des traditionellen Musters.
Das Problem ist größer als gedacht. Menschen in Beziehungen mit mehreren Partnern können nicht gemeinsam für Kinder sorgen ohne rechtliche Probleme. Sie können keine Gesundheitsleistungen teilen. Und Arbeitgeber können sie immer noch wegen ihrer Familienstruktur entlassen—es gibt kein Gesetz dagegen. Mehr als jeder Sechste mit anders strukturierten Beziehungen spricht am Arbeitsplatz nicht darüber. Sie fürchten Diskriminierung bei Wohnung und Arbeit.
Die Zahl junger Menschen in oder offen für Beziehungen mit mehreren Partnern wächst. Mit 15 Prozent der Generation Z, die dies erwägt, können wir das nicht mehr ignorieren. West Hollywood setzt jetzt den ersten Schritt. Es ist Zeit, dass der Rest Kaliforniens folgt.